Fußball statt Onlineshopping– Webanalyseanbieter Econda misst starke Trafficeinbrüche während der WM-Spiele

Written by Tomas Renner Jones. Posted in Allgemein

Bild: Fußball online

Weltmeisterschaft in Südafrika lässt Umsätze von Onlineshops einbrechen

Karlsruhe, 25.06.2010. Rund 22 Millionen Menschen in Deutschland verfolgten am 18.06.2010 das Fußball-Weltmeisterschaftsspiel Deutschland – Serbien. Der Webanalyseanbieter Econda untersuchte, welche Auswirkungen die Übertragungszeit auf den Traffic bei Onlineshops hatte. In der News bei econda heißt es, über einen Zeitraum von drei Tagen wurden im Rahmen der Erhebung 50 Onlineshops aus dem B2C- und B2B-Bereich analysiert. Während des Deutschlandspiels mussten die Websites einen durchschnittlichen Trafficeinbruch von 35% der aus Deutschland kommenden Besucher verbuchen. Ein ähnlicher Effekt konnte während des WM-Spiels Spanien – Schweiz festgestellt werden. Auf den überprüften Webseiten brach der aus Spanien kommende Traffic um ca. 30% ein. Weitere Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass B2C-Seiten stärker von den Auswirkungen betroffen waren als B2B-Seiten. Zudem können deutliche Unterschiede bei zielgruppenspezifischen Seiten ausgemacht werden. So war der Trafficeinbruch auf mehrheitlich von Frauen frequentierten Seiten eindeutig geringer als auf Webseiten, die hauptsächlich von Männern besucht werden. Die meisten Onlineshops kompensieren jedoch das „Traffic-Loch“ größtenteils innerhalb weniger Stunden nach Spielende. Somit bietet die Fußball-Weltmeisterschaft den Betreibern Spielraum für kreative Ansätze, um größere Defizite zu verhindern. Einige Onlineshops reagieren bereits auf die Umsatzeinbrüche und bieten, um Trafficeinbußen gering zu halten, ihren Kunden spezielle Sonderaktionen während der 90-minütigen Spielzeit. Schland oh Schland – das werden bestimmt noch sehr anstrengende Zeiten – vor allem wenn der Sieg von Klose, Schweinsteiger, Müller, Özil und Co. im Endspiel gegen die Pappenheimer vom Super FCB in Orange mit dem Start der Sommerferien einhergeht und die Umsätze bis Ende August eingedampft werden.

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