IT-Recht:Nachruf IT-Rechtsanwalt Günter Werner Freiherr von Gravenreuth (Abmahnungen) wählt Freitod – Teletext schneller als Twitter

Written by Tomas Renner Jones. Posted in Allgemein

IT-Rechtsanwalt Günter Werner Freiherr von Gravenreuth – bekannt für Abmahnungen nahm sich am 22.2.2010 in München das Leben. Die Nachricht ging zuerst über den Teletext des Bayerischen Rundfunks.Gestern erschoss sich der IT-Rechtsanwalt Günter Werner Freiherr von Gravenreuthv in Mücnhen. Der Rechtsanwalt war zuletzt in der ECommerce-Szene als Abmahnanwalt verpönt. Er bearbeitet mit seiner Kanzlei in der Tat vornehmlich Fälle von Urheberrechtsverletzungen online. Der gelernte technische Zeichner und Diplom-Ingenieur studierte Rechtswissenschaften in München und begann seine Karriere als Referendar beim Bundespatentamt. Er  machte sich in den 80er Jahren einen Namen in der Computerszene im Bezug auf  „Raubkopien“. Offline verfolgte er Verbreitungen von Asterix-Zeichnungen, die deren Verfasser ohne Lizenz aus Asterix-Bänden mit neuen Texten in Sprechblasen versehen hatten. Schon hier war die Motivation zum Beispiel  gegen den Veranstalter des Kölner Comic-Tauschtags vorzugehen zweifelhtaft, da Gravenreuth keinen Auftrag der Urheber hatte. Später trat er zumBeispiel als Anwalt der Firma Symikron auf, die als Inhaberin der Marke „Explorer“ Website-Betreiber abmahnte, die den Begriff „Explorer“ online  verwendeten. Das Deutsche Patent- und Markenamt ließ die Marke „Explorer“, deren Inhaber tatsächlich Symikron war, wegen Bösgläubigkeit löschen. Nach zweifelhaften unverständlich verbissenen rechtlichen Diskussionen mit seinen Kritikern unter Juristen und in der IT-Szene erhielt der Rechtsanwalt in dem  führenden  deutschen IT-Forum heise-online.de  virtuelles Hausverbot. Die Nachricht über den Tod des Anwalts wurde gestern zunächst über den Teletext des Bayerischen Rundfunks und von dort es_de_we über TwittPic  verbreitet. Dies griff der bekannte deutsche Blogger Sascha Lobo gegen 11 Uhr auf –  Die Nachricht fand dann den Weg in die Tagesschau und wird seitdem lebhaft in dem Kurznachrichtendienst Twitter diskutiert: Nachrichten zu RA Gravenreuth bei Twitter

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