Screenshot Clobhouse App

Clubhouse App – The next big thing?

Clubhouse Update: 10 Mio Nutzer – Der Clubhouse Townhall Talk  am 21.02.21 hatte 8.000 Zuhörer. Dort wurde bekannt gegeben, dass die App nun 10 Mio Nutzer hat. Neue Clubhouse Features sollen zum Beispiel sein: Link zu eigenem Profil und eigenem Club. Was verbirgt sich hinter der Clubhouse App? Welche Möglichkeiten haben Marken und Services, dort in Zukunft, mitzumachen?

Wie funktioniert die Clubhouse App

Clubhouse ist eine Audio-App, die es derzeit (22.02.21) nur im Apple-Appstore fürs Iphone gibt. Nutzer können sich hier an Audio-Diskussionen in sogenannten „Räumen“ beteiligen. Man nimmt an einer Diskussion teil, in dem man auf den Raum klickt. Dann ist man zunächst Zuhörer. Wenn man auch etwas sagen möchte, hebt man die Hand. Die Moderatoren bitten diese Nutzer dann auf die Bühne, sie werden zu Speakern. Man kann aber auch einfach nur zuhören. Das Format ist dann wie eine moderierte Radio-Talkrunde oder ein Podcast -allerdings ist eben spontane Interaktion mit dem Publik möglich. Das macht es sehr interessant -da zumal zu Corona Zeiten viele Leute – auch bereit zum Gespräch zuhause auf dem Sofa sitzen (saßen).

Clubs und Räume auf Clubhouse starten

Es gibt Clubs, die regelmäßige Talks in Räumen veranstalten. Einen Club zu beantragen ist etwas aufwendiger. Man muss einen Antrag ausfüllen., Die Warteliste ist zur Zeit lang. Einen Raum ohne Club kann jeder Nutzer starten. Man kann sich also auch mit ein paar Freunden unterhalten.

Mitgliedschaft – Einladung zur Clubhouse App

Das besondere an Clubhouse ist, das man eine Einladung braucht, um mitmachen zu können. Jeder eingeladene erhält dann 2 neue Einladungen und kann so über seine Peer-Group das Netzwerk erweitern. Durch verschiedene Aktivitäten bekommt man dann mit der Zeit mehr Einladungen. Ich habe seitdem ich im Januar eingeladen wurde, etwa 20 Einladungen erfolgreich verschickt. 6 sind noch offen, das passiert auch, wenn meine Freunde kein Iphone haben.

Profil auf Clubhouse

Jeder Nutzer hat ein Profil auf Clubhouse. Hier können sich User mit Profilbild und Interessen darstellen. Zudem werden die Clubs angezeigt, in denen ein Nutzer Mitglied ist.

Business mit der Clubhouse App

Wer steht hinter der Clubhous App? Andreessen Horowitz Bewertung

Clubhouse wurde von dem Stanford-Absolventen und ehemaligen Pinterest-Mitarbeiter Paul Davison und dem ehemaligen Google-Mitarbeiter Rohan Seth gegründet. Die App ist seit April 2020 erhältlich und weiterhin im Beta-Stadium. Ende 2020 wurde das Unternehmen nach einem Investment von Andreessen Horowitz in Höhe von 12 Mio. USD mit knapp 100 Mio. USD bewertet. Die amerikanische Wagniskapitalgesellschaft hat unter anderem investiert in Airbnb, Asana, Facebook, GitHub, Groupon, Instagram, Pinterest,  Skype, Slack oder Twitter. Hier kann man also von einem Riecher für funktionioerende Geschäftsmodelle ausgehen

So startete Clubhouse in Deutschland

In Deutschland wurde die App bis Januar 2021 wenig genutzt. Die Podcast-Moderatoren Philipp Klöckner und Philipp Gloeckler, pushten dann die Einladungen über Telegramm-Gruppen an einem Wochenende. Über dieses Growth Hacking wurde die App über Nacht in Deutschland extrem bekannt und war am Montag in allen Nachrichten-Magazinen. Jeder wollte nun eine Einladung haben, teilweise wurden diese auf ebay verkauft. Der Hype hat sich beruhigt. Die Nutzerzahl wurde Anfang Februar auf 500.000 Clubhouse Nutzer in Deutschland geschätzt. ((w(Weiterführender Artikel: Alles was Du zu Clubhouse wissen musst von Hendrik Lennarz)

Wie wird Clubhouse Geld verdienen – Monetisierung

Nun wird spekuliert, wie der Dienst auf Dauer Geld verdienen. Zur Monetisierung sind insbesondere Premium Features wie „Später anhören“ oder eine Gebühren für Club Betreiber im Gespräch.

Unternehmen auf Clubhouse

Der Marketing Chef der Luxus Uhren Marke TAG Heuer ließ sich neulich in einem Talk 1 Std auf Fragen und Antworten zur gerade gestarteten Kooperation mit Porsche ein (TAG Heuer Porsche Chronograph bei Chrono24). Die Redaktion von „Zeit Online“ startet gerade eine Reihe, um Nutzer in die Themenfindung und Blattgestaltung einzubinden. Hier sind der Phantasie der Marketers keine Grenzen gesetzt und viele verschiedene Formate in Zukunft denkbar.

Stimmen zu auf Clubhouse

Richard Gutjahr zu dpa: Clubhouse “ kommt genau zur richtigen Zeit…“ und ist „die Antwort auf eine Gesellschaft, die sich nach einem knappen Jahr gefühlter Isolationshaft geradezu verzehrt nach alltäglichen Büroküchen-Smalltalk.“

Fazit Clubhouse App: Extrem starkes weltweites Wachstum – Erfreulich demokratisch und werbefrei

Die Clubhouse App entwickelt sich extrem schnell hinsichtlich der Nutzerzahlen. Gerade auf einem wichtigen Markt wie Deutschland hat die Apps durch den Hack schnell Fuß gefasst. Hier sind von Anfang an sehr hochkarätige Speaker präsent gewesen: Seien es die Feuilletonisten oder Sportredakteure der großen Deutschen Medienhäuser, Politiker oder Werbetreibende, E-Commerce-Koryphäen und Gründer aber auch viele Coaches und Trainer, die aus Ihrem Alltag berichten. Das garantiert eine hohe Qualität der Beiträge.

Das ist für die Präsentation von Marken und letztlich auch Produkte eine solide Basis. Clubhouse könnte jedoch ähnlich wie Twitter eine Diskussionsplattform für Fachleute werden und daher für Massenwerbung nicht so interessant.

Die extrem genaue Abstimmung der Rederechte ist aus dem Blickwinkel der Demokratie sehr beachtlich.  In einer Zeit, in der Menschen Orientierung und demokratische Strukturen suchen zwischen Fake-News und auf Twitter freidrehende Präsidenten, ist diese Entwicklung zumindest für den Moment sehr erfreulich.

Details zu Clubhouse auf Wikipedia

10 Mio. Nutzer auf Facebook – das war 2010